Dymo LabelWriter 450 unter Linux (Ubuntu 25.10) einrichten
Leider gibt es für den Dymo LabelWriter 450 keinen aktuellen, gepflegten Linux-Support mehr. Nach einer Neuinstallation von Ubuntu 25.10 funktioniert der klassische Installationsweg über das alte SDK nicht mehr zuverlässig. Mit der folgenden Anleitung lässt sich der Drucker dennoch manuell einrichten.
1. Drucker erkennen
Zunächst prüfen, ob das System den Drucker erkennt:
sudo lsusb
Der Drucker sollte ähnlich wie folgt angezeigt werden:
Bus 002 Device 006: ID 0922:0020 Dymo-CoStar Corp. LabelWriter 450
2. Benötigte Pakete installieren
Als nächstes werden die notwendigen CUPS-Pakete installiert:
sudo apt-get update
sudo apt-get install cups cups-client printer-driver-dymo
3. Druckertreiber (PPD) manuell installieren
Die Druckerdefinition wird aus dem offiziellen Dymo SDK benötigt. Da unklar ist, wie lange diese Dateien noch verfügbar sind, empfiehlt sich eine lokale Sicherung.
wget http://download.dymo.com/dymo/Software/Download%20Drivers/Linux/Download/dymo-cups-drivers-1.4.0.tar.gz
tar -xzf dymo-cups-drivers-1.4.0.tar.gz
sudo mkdir -p /usr/share/cups/model
sudo cp dymo-cups-drivers-1.4.0.5/ppd/lw450.ppd /usr/share/cups/model/
Damit steht die Druckerdefinition dem System zur Verfügung.
4. Druckeradresse ermitteln
Nun wird die Geräteadresse des Druckers abgefragt:
sudo lpinfo -v
Der relevante Eintrag sieht typischerweise so aus:
direct usb://DYMO/LabelWriter%20450?serial=XXXXXXXXXXXX
Die Seriennummer ist individuell und muss im nächsten Schritt übernommen werden.
5. Drucker im System registrieren
lpadmin -p dymo \
-v usb://DYMO/LabelWriter%20450?serial=XXXXXXXXXXXX \
-P /usr/share/cups/model/lw450.ppd
Falls keine Fehlermeldung erscheint, wurde der Drucker erfolgreich angelegt.
6. Drucker aktivieren
lpstat -v
sudo cupsenable dymo
sudo cupsaccept dymo
7. Funktion prüfen
Der Drucker sollte jetzt in der Systemsteuerung sichtbar sein. Ein Testdruck bestätigt die erfolgreiche Installation.
Fazit
Trotz fehlender offizieller Pflege lässt sich der Dymo LabelWriter 450 weiterhin unter aktuellen Linux-Distributionen betreiben. Der wichtigste Schritt ist dabei die manuelle Integration der PPD-Datei.