Motorola Xoom / Acer Iconia Tab A500 / Ipad in mein Händen

Obligatorisch bei neuer Hardware muss ich ein paar Zeilen zur Errungenschaft schreiben.
Für ein ausführliches Review bin ich sicher schon viel zu spät dran, da ich übergangsweise mit dem IPAD hantiert habe.
Fangen wir mal mit dem Positiven Eigenschaften an:
Das Design gefällt mir ausgesprochen gut, denn ich kann den typischen Apple-Style langsam nicht mehr sehen. Die klaren Formen und Konturen wirken maskuliner als beim Hersteller der IPads. Durch die Gummierung an den Seiten wird eine optimale Griffigkeit auch in komplizierten Lagen gewährleistet.  Der Powerknopf ist auf der Rückseite und lässt sich aber nach ein wenig Übung mühelos mit der linken Hand “blind” treffen. Positiv, er ist im Gehäuse versenkt und kann dadurch nicht aus Versehen durch einen ungünstigen Transport betätigt werden. Die Anschlüsse liegen optimal an den Seiten und sind Standard.

Äußerst negativ ist der Ladevorgang, der ausschließlich über das mitgelieferte Monster-Netzteil realisiert wurde. Bei 12V und 1.5A ist die Leistung nicht über den USB-Anschluss zu machen. Ich hatte mich schon gefreut, auf Reisen nur ein Micro-USB-Kabel mitzunehmen, womit ich auch gleich mein Handy laden könnte.
Für dem Kaltgeräteanschluß hätte man sicher auch ein dezenteres Kabel nehmen können, denn bei dem Durchmesser kann man auch locker einen PC mit Strom versorgen.
Wenigstens kann man sich bei einem Brand des Hotelzimmers ohne Angst abseilen. Beim Ipad, würde ich sowas nicht machen.   🙂
Zum Glück ist der Akku stark genug, um auch ein paar Stunden ohne Saft aus der Steckdose klar zu kommen. Da das Gerät noch zu neu ist, konnte ich einen reellen Test noch nicht erledigen. Ich schätze aber 8h sollte das Gerät schaffen.
Unter einer kleinen Klappe befindet sich die Speicherkarte sowie der Slot für die Simkarte. Huch, ich hab gar kein 3G Gerät, aber der Slot ist sichtbar. Ist sicher nur irgendwie deaktiviert. Der Tegra 2-Chip macht ordentlich Ballet, wenn man ihn mit diversen 3d Spielen mal fordert. Subjektiv betrachtet reagiert das System aber nicht ganz so schnell, wie das Ipad. Gerade die Soft-Tastatur ist etwas träge. Wenn man sich in der Android-Welt auskennt, gibt es keinerlei Probleme bei der Anwendung und alles ist für mich etwas intuitiver als beim Ipad. Beim verbauten Display bin ich ein wenig enttäuscht. Das IPad ist bei hellem Hintergrund extrem scharf und hell, was beim Xoom leider nicht der Fall ist. Beim genaueren Hinschauen sieht man winzige vertikale Streifen, die nicht weiter stören, aber irgendwie auch nicht 100% perfekt sind. Der Unterschied ist aber nur im direkten Vergleich zu sehen, wenn man explizit nach Unterschieden sucht. Der normale Nutzer wird davon nichts merken.
Übrigens ist das gleiche Display beim Acer Iconia Tab A500, welches ich heute zum direkten Vergleich hatte. Aber dazu später mehr.
Positiv ist die Softwareausstattung, die nach dem ersten Start vorgefunden wird. Ihr werdet sicher was anderes erwarten, aber ich bin froh ein minimales System zu haben, was ich nach Belieben erweitern kann. Besser als eine vermüllte Oberfläche mit gratis Apps, die nach 14 Tage zum Kauf nerven.
Danke Motorola für ein Standard-System ohne viel “Branding” !
Genau so sieht es auch bei dem Acer Tab aus, was im wesentlichen dem Xoom identisch ist. Es hat zwar noch einen USB-Anschluss,  wollte aber einen normalen USB Stick nicht erkennen. Dies kann auch am Stick gelegen haben. Preislich ist das Acer mit 399€ auf jeden Fall eine wirklich gelungene Kaufempfehlung.
Vor ein paar Tagen kam die Ankündigung, dass das Android 3.2 bereits in den USA ausgeliefert wird. Mal sehen, was sich dadurch ändert und wann es dann auch in Deutschland kommt.
Genial ist die Akkulaufzeit z.b. beim Geocaching, was mit dem eingebauten GPS kein Problem darstellt. Paperless caching hat damit eine neue Bedeutung. Sieht sicher noch ein wenig ungewohnt aus, aber warum auf dem kleinen Handydisplay scrollen, wenns auch in Vollvormat geht. 🙂
Mit WLAN ins Netz ist wie immer kein Problem und funktioniert auch tadelos. Der Flash Player ist schnell installiert und macht eine recht gute Performance bei HQ-Vollformat-Videos. Leider habe ich es nicht hinbekommen, Video ohne Rand, formatfüllend abzuspielen. Jemand eine Idee ?  Übrigens ist das rechte Bild kein Produktfoto, sondern stundenlang genutzt. Für Leute mit Putzfimmel ist ein Tablet sowieso nichts. 🙂
Fazit: Hiermit kann ich verkünden, dass ich nun mit dem Erwerb des Motorola komplett Apple-frei bin und nur noch das IPad im Haushalt genutzt wird (nicht von mir).
Technisch hat die lange Dominanz von Apple ausgedient und muss in der nächsten Zeit ein paar Geräte auf den Markt bringen, die es in sich haben. Android hat in Rekordzeit viel an Boden gut gemacht und wird nicht müde, sich permanent zu verbessern. Das Android-Konzept hat sicher noch ein paar Schwächen, gestaltet sich aber in der täglichen Anwendung intuitiver und offener gegenüber von Fremd-, Hard- und Software. Der Appstore ist genau so einfach zu nutzen wie bei Apple, mit allem was man so braucht. Für fast jedes App gibt es kostenlose Alternativen, die nicht unbedingt schlechter sind, als das die Bezahlvariante.
! Übrigens wurde der Beitrag auf dem Motorola geschrieben. !
 
 

1 thought on “Motorola Xoom / Acer Iconia Tab A500 / Ipad in mein Händen

  1. PeterH

    Hallo,
    ich besitze das Acer ICONIA TAB A500 jetzt seit einer Woche und bin sehr zufrieden damit. Ich wollte nur mitteilen, dass der Zugriff auf Fat32 USB-Medien funktioniert. Ich benutze hierfür den „RootExplorer“ oder den Dateimanager „File Expert“ (einfach mal googeln) und dann findet man den Inhalt des USB Devices unter /mnt/usb_Storage. Das Tab muß hierfür nicht gerootet sein. NTFS formatierte USB-Devices sollen wohl nur auf gerooteten Tabs zu sehen sein, was ich aber noch nicht probiert habe.

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