Lubuntu – mal was anderes

      Keine Kommentare zu Lubuntu – mal was anderes

Heute möchte ich euch mal ein wenig Lubuntu vorstellen, ein System, welches auf dem klassischem Ubuntu basiert, aber für andere Zwecke optimiert ist. Es ist (bis inklusive Version 11.04) ein inoffizielles Ubuntu-Derivat, was sich vielleicht bald ändern könnte.
Der wesentliche Unterschied ist das Desktop Envirement, welches nicht mit gnome, sondern mit der LXDE-Desktopumgebung bestückt ist.
Die Installation sieht fast so aus wie beim großen Bruder. Der wesentliche Vorteil kommt, wenn man den Rechner neu startet und die Geschwindigkeit vergleicht. Lubuntu ist optimiert für ältere Hardware und wenig RAM. Das bedeutet, auf normalen Rechnern gibt es einen enormen Geschwindigkeitszuwachs, bei fast keinen Einschränkungen. Fast alle Programme laufen wie man es kennt, nur eben etwas schneller. Auf meinem x100e mit nut 1,6Ghz Single Core ist die CPU Auslastung im idle unter 10%, was bei Ubuntu “Klassik” kaum unter 50% zu drücken war. Ist man natürlich Freund von aufwändig animierten Fensterübergangseffekten, sollte man es gleich sein lassen. Optisch sieht LXDE schon recht ansprechend aus und lässt sich bis in die letzte Ecke anpassen.
Standardsachen wie “Autostart” von Anwendungen oder das Anlegen von shortcuts ist aber im moment ohne Editierung von Config Dateien nicht dabei. Wer sich ein wenig auskennt, sollte das aber locker hinbekommen. Für den blutigen Anfänger könnten aber solche Defizite zum Frust werden und alle >300 Linux Derivate verfluchen.
Wird der Traum war, Lubuntu in die Familie der Ubuntu zu integrieren, wird das sicher behoben. Ausgeliefert wird das schlanke System ohne großen Office Ballast. Libre Office kann aber ganz schnell mit dem normalen Paketmanager nachinstalliert werden.
Es wurde auf alles verzichtet, was den Rechner all zu sehr belasten würde. Eben genau das richtige Mittelmaß zwischen Optik und Funktion. Übrigens eignet sich die Distribution für Notekooks, um den Akku zu schonen.

Das wichtigste Argument ist aber der gewohnte Netzwerkmanager, der sogar schon bei der Installation mein UMTS Stick nutzen konnte, um aktuelle Pakete zu laden. Sicherlich kann man das alles auch manuell erledigen, aber wenn man dauernd in neue WLAN/LAN connected, ist die Grafik schon anwenderfreundlicher.
Ich arbeite damit nun schon ein paar Wochen und bin fest davon überzeugt, eine wirkliche Ressourcen schonende Variante von Ubuntu gefunden zu haben. Das Iso gibts zum Download und kann vorher auch als Live CD gestartet werden.
Fehlt nur noch eine schicke SSD, um das Maximale aus der Kiste zu holen.  🙂 Sponsoren sind willkommen.
 
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.